Asiens Startup-Woche ohne China, Indien und Japan: Singapur und Südkorea geben das Tempo vor
Nimmt man China, Indien und Japan aus der asiatischen Startup-Statistik heraus, bleibt keineswegs Ruhe. Vor allem Singapur und Südkorea liefern derzeit bemerkenswerte Finanzierungen rund um künstliche Intelligenz und digitale Finanzinfrastruktur.
Das südkoreanische Unternehmen Enhans sammelte 38 Millionen Dollar in einer Series C ein.
Damit steigt die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf rund 60 Millionen Dollar.
Enhans entwickelt ein AI-natives Enterprise-System und arbeitet bereits mit Unternehmen aus den Konzernen POSCO, LG und Lotte zusammen.
Bemerkenswert ist deshalb auch die Investorenliste.
POSCO Investment, LG CNS und Lotte Ventures beteiligten sich an der Runde.
Das zeigt:
Südkoreas große Industriekonzerne betrachten AI-Startups zunehmend nicht nur als Lieferanten.
Sie werden selbst Anteilseigner.
Singapur: 25 Millionen für Stablecoin-Zahlungen
In Singapur schloss dtcpay seine Series-A-Finanzierung mit insgesamt 25 Millionen Dollar ab.
Neu hinzu kam die japanische SBI Group als strategischer Investor.
dtcpay entwickelt Zahlungsinfrastruktur rund um Stablecoins und klassische Währungen und will insbesondere sein Händler- und Unternehmenskundengeschäft ausbauen.
Südostasien wird zum FinTech-Labor
Gleichzeitig entstehen in Singapur neue Infrastrukturen für grenzüberschreitende Zahlungen.
Partior und die Digital Settlement House-Struktur der London Stock Exchange Group arbeiten beispielsweise an Lösungen, die Banken rund um die Uhr Liquidität für internationale Zahlungen bereitstellen sollen.
In Thailand werden programmierbare digitale Zahlungsmodelle getestet.
Damit entwickelt sich Südostasien zunehmend zu einem Versuchslabor für eine Frage, die irgendwann auch Europa beschäftigen dürfte:
Wie sieht Geld aus, wenn Banken, Stablecoins und programmierbare Zahlungen miteinander verschmelzen?
Die Antwort darauf könnte überraschend häufig aus Singapur kommen.


