BIZAY sammelt 48,75 Millionen Euro ein und nimmt den US-Markt ins Visier
Das portugiesische Marketing- und E-Commerce-Unternehmen BIZAY hat in einer Series-D-Finanzierungsrunde 48,75 Millionen Euro (rund 55 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Bestandsinvestor Indico Capital Partners. Darüber hinaus beteiligten sich Lince Capital, Cedrus und BPF.
Mit dem frischen Kapital will das 2013 gegründete Unternehmen seine internationale Expansion beschleunigen und insbesondere den US-Markt stärker erschließen. Gleichzeitig plant BIZAY, den Markt für individualisierte Produkte durch gezielte Unternehmensübernahmen weiter zu konsolidieren.
Nach Angaben des Unternehmens wird BIZAY im laufenden Geschäftsjahr erstmals einen Jahresumsatz von mehr als 87 Millionen Euro (100 Millionen US-Dollar) erzielen und zugleich den ersten Jahresgewinn der Firmengeschichte erwirtschaften.
„Wir haben öffentlich angekündigt, die Marke von 100 Millionen Dollar Umsatz zu erreichen – und wir halten dieses Versprechen. Erstmals gelingt uns das zudem profitabel“, erklärte Mitgründer und CEO Sérgio Vieira. Die wirtschaftliche Stabilität ermögliche nun den nächsten Wachstumsschritt sowie eine beschleunigte Expansion aus Portugal heraus in Richtung USA.
Auch Hauptinvestor Indico Capital Partners sieht das Unternehmen auf einem erfolgreichen Wachstumskurs. Aus einem agilen E-Commerce-Anbieter sei eine leistungsfähige Technologieplattform für Massenindividualisierung geworden, die inzwischen Hunderttausende Kunden weltweit bediene. Das neue Kapital verschaffe BIZAY die finanzielle Stärke, um sowohl organisch weiter zu wachsen als auch den Markt durch strategische Übernahmen aktiv mitzugestalten.
BIZAY wurde 2013 von Sérgio Vieira, José Salgado und Jorge Correia gegründet und bezeichnet sich als Anbieter des weltweit größten Katalogs individuell gestaltbarer Produkte. Die Plattform richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die ihre Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen kostengünstig umsetzen möchten. Mithilfe eigens entwickelter Software werden Produktionsprozesse automatisiert, wodurch sich die Herstellungskosten nach Unternehmensangaben um bis zu 80 Prozent reduzieren lassen.


