Ozeanien: Australien und Neuseeland setzen auf Deeptech und Infrastruktur
Die Startup-Szene Ozeaniens bleibt global betrachtet klein, zeigt aber eine zunehmende Spezialisierung.
In Australien startete der Oktober mit mehreren neuen Finanzierungen. Drei Startups kamen zusammen auf 18,75 Millionen australische Dollar. Bereits am 29. September meldete Trendspek eine Finanzierung von sechs Millionen Dollar für seine Plattform zur Analyse kritischer Infrastruktur.
Auch das regionale Venture-Capital-Angebot wächst. Eastend Ventures kündigte einen ersten Fonds über 30 Millionen australische Dollar an, der insbesondere Unternehmen aus South Australia, Western Australia und Queensland unterstützen soll.
Damit könnte sich die starke Konzentration des australischen Startup-Ökosystems auf Sydney und Melbourne etwas abschwächen.
In Neuseeland sorgte insbesondere BioOra für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen sicherte sich beim ersten Abschluss einer Series-A2-Runde 30 Millionen neuseeländische Dollar und strebt insgesamt 45 Millionen an. Das Kapital soll die Expansion im Bereich CAR-T-Zelltherapie finanzieren. Für 2028 wird ein möglicher Börsengang in Australien angestrebt.
Auch die Games-Branche erhielt neue Unterstützung: 21 neuseeländische Studios wurden mit zusammen mehr als zwei Millionen neuseeländischen Dollar gefördert.
Ozeaniens Stärke liegt damit zunehmend in spezialisierten Technologien: Biotechnologie, ClimateTech, Raumfahrt, Infrastruktursoftware und Gaming.
Die Region kann bei der Größe ihres Kapitalmarktes nicht mit den USA oder China konkurrieren. Sie kann aber hoch spezialisierte Unternehmen hervorbringen, die von Beginn an für internationale Märkte gebaut werden.


