Rivian-Ausgründung „Also“ erhält 105 Millionen US-Dollar für Mini-E-Autos
Ein neues Spin-off des US-Elektroautobauers Rivian sorgt für Schlagzeilen: Das Start-up Also hat in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 105 Millionen US-Dollar eingesammelt – angeführt vom Wagniskapitalgeber Eclipse Ventures. Ziel des neuen Unternehmens: ultraleichte Elektrofahrzeuge für den Stadtverkehr und darüber hinaus.
Klein, elektrisch, global
Also will kleine, leichte und vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt bringen – zu erschwinglichen Preisen und für unterschiedliche Regionen. Konkrete Modelle wurden noch nicht vorgestellt, doch laut Rivian-CEO RJ Scaringe steht das Unternehmen kurz davor, „einige unglaublich spannende Formen dieser Technologie“ zu präsentieren.
Die ersten Modelle sollen 2026 auf den Markt kommen – zunächst in den USA und Europa, später auch maßgeschneidert für Asien und Südamerika.
Micromobility: Trend mit Risiken
Die Micromobility-Branche – also alles von E-Bikes bis hin zu Mini-E-Fahrzeugen – boomt angesichts von Umwelt- und Platzproblemen in Städten. Doch viele Start-ups wie Bird, Lime oder VanMoof gerieten trotz großer Versprechen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Also will es besser machen.
Scaringe betont, dass Rivians Technologieplattform auf kleinere Fahrzeuge angepasst wurde. Die Idee: Ein modulares Technik-Fundament, das sich für viele Fahrzeuggrößen nutzen lässt – von Geländewagen bis E-Kleinfahrzeug.
Unabhängigkeit mit Rivian-DNA
Obwohl Also unabhängig agieren wird, behält Rivian eine Minderheitsbeteiligung. Bereits 2022 hatte Rivian Markenschutz für Fahrräder und E-Bike-Teile angemeldet – ein Hinweis auf frühere Micromobility-Pläne.
Fazit:
Also will nicht einfach ein weiteres E-Bike auf den Markt werfen, sondern eine eigene Kategorie zwischen Fahrrad und Auto etablieren – elektrisch, leicht, smart. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Doch mit 105 Millionen Dollar Rückenwind und Rivian-Know-how im Gepäck sind die Startbedingungen vielversprechend.