3. April 2025

Kontaktdaten

August-Bebel-Straße 5 d
04425 Taucha

Telefon

0800 0800 756

E-Mail Adresse

info@deutsche-startup-zeitung.de

Allgemein

Was die neue Bundesregierung jetzt für Startups tun sollte – 6 Impulse von Business Angels Deutschland

Was die neue Bundesregierung jetzt für Startups tun sollte – 6 Impulse von Business Angels Deutschland

Deutschland hat das Potenzial, zur globalen Startup-Nation zu werden – wenn die Politik jetzt die richtigen Weichen stellt. Die geplante Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat angekündigt, die Wirtschaft zu stärken. Ein zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort braucht jedoch mehr als warme Worte: Es braucht eine lebendige Gründerszene, ein starkes Finanzierungsökosystem und einen Bürokratieabbau, der diesen Namen auch verdient.

Business Angels Deutschland (BAND) hat sechs konkrete Vorschläge vorgelegt, wie die Bundesregierung die Startup-Landschaft in Deutschland nachhaltig stärken kann – für mehr Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz.

1. Weniger Bürokratie – mehr Beweglichkeit

Der Gesetzeszwang zur notariellen Beurkundung von GmbH-Anteilen ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert – und heute ein echter Innovationskiller. Solche Hürden kosten Zeit, Geld und Nerven. Wer international wettbewerbsfähig sein will, muss endlich auf digitale, flexible und einfache Prozesse setzen.

2. INVEST-Förderung auf altem Niveau wiederherstellen

Das INVEST-Programm war ein Erfolgsmodell. Seit der Kürzung auf 15 % Förderanteil ist die Zahl der Frühphasen-Investments gesunken – während Gründungen steigen. Folgefinanzierungen müssen wieder förderfähig werden, und das Programm sollte stabil und planbar gestaltet sein.

3. Mehr Liquidität durch einen funktionierenden Secondary-Markt

Frühphasen-Investoren brauchen die Möglichkeit, Anteile auch ohne Exit veräußern zu können. Ein strukturierter Markt für Secondaries würde Business Angels ermöglichen, schneller reinvestieren zu können – ein Booster für die Frühphasenfinanzierung.

4. Wiederbelebung eines Co-Investment-Fonds

Ein neuer, bundesweiter Co-Investment-Fonds – analog zum früheren European Angels Fund – würde das Engagement von Business Angels verstärken. Gemeinsam investieren, unter gleichen Bedingungen – so entstehen stabile Finanzierungsnetzwerke.

5. Dry-Income-Problematik endlich lösen

In Deutschland werden Anteile versteuert, bevor sie verkauft wurden – das ist riskant, realitätsfern und unfair. Steuern auf Unternehmensanteile sollten erst bei tatsächlichem Liquiditätszufluss fällig werden. Zusätzlich braucht es klare Bewertungsrichtlinien für Mitarbeiterbeteiligungen.

6. Re-Investitionsanreize schaffen – Roll-over-Modell einführen

Wer Gewinne aus Startup-Investments wieder reinvestiert, sollte dafür steuerlich belohnt werden – durch einen befristeten Steueraufschub. Ein „Roll-over“ über drei Jahre würde Exit-Erlöse schneller zurück in den Startup-Kreislauf bringen.

Fazit: Jetzt ist die Zeit für mutige Entscheidungen

Deutschland kann beides: Unicorns und Mittelstand 2.0. Doch damit Gründerinnen und Gründer, Business Angels und innovative Köpfe bleiben und nicht abwandern, braucht es entschlossene politische Schritte.

About Author

Redaktion

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert