17. February 2026

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Rechtlich sicher gründen – Warum du dir eine gute Gründungsberatung nicht sparen solltest

Interview mit Rechtsanwalt Daniel Blazek, Kanzlei BEMK (Bielefld)

Gründen ist aufregend – aber auch komplex. Zwischen Geschäftsmodellentwicklung, Pitchdeck und der ersten Kund:innenanfrage denken viele Gründer:innen nicht sofort an einen Anwalt. Doch genau das kann teuer werden. Warum rechtliche Beratung von Anfang an wichtig ist, erklärt Rechtsanwalt Daniel Blazek von der Wirtschaftskanzlei BEMK.

 „Viele Start-ups unterschätzen die rechtliche Basis ihres Erfolgs.“

„Ich verstehe den Wunsch, schnell loszulegen – aber ohne rechtliches Fundament ist selbst die beste Geschäftsidee wacklig gebaut“, sagt Daniel Blazek.
„Gründungsberatung ist kein unnötiger Luxus, sondern eine strategische Investition in die Zukunft.“

Häufige rechtliche Stolperfallen bei der Gründung:

  • Falsche oder unpassende Gesellschaftsform: GmbH, UG, GbR – was passt wirklich?

  • Unklare Verhältnisse zwischen den Gründer:innen: Wer darf was? Wer entscheidet? Was passiert bei Ausstieg?

  • Fehlender Schutz geistigen Eigentums: Marken, Software, Logos – wer hat die Rechte?

  • Verträge mit Mitarbeitenden oder Externen: Fehlen Regelungen zu Nutzungsrechten, Vertraulichkeit oder Abwerbung?

  • Keine Mitarbeiterbeteiligungslösungen: Gerade bei Tech-Start-ups ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Diese Dokumente und Entscheidungen solltest du frühzeitig regeln:

Bereich Was du brauchst
Gesellschaftsstruktur Wahl der Rechtsform (z. B. UG oder GmbH), notarieller Gesellschaftsvertrag
Founder Agreements Klare Regelungen zu Stimmrechten, Vesting, Exit, Sperrminoritäten
IP-Schutz Markenanmeldung, Entwicklerverträge, Übertragung von Nutzungsrechten
Verträge Für freie Mitarbeit, Berater:innen, ggf. erste Kunden-AGBs
Beteiligungsmodelle Vorbereitung für VSOP-Programme oder Mitarbeiterbeteiligung

„Gründer:innen sollten keine Musterverträge aus dem Internet kopieren und hoffen, dass alles gut geht“, warnt Blazek.
„Gerade wenn später Investoren einsteigen, fliegen schlechte Strukturen auf – und dann kann es richtig teuer werden.“

Wann ist der richtige Zeitpunkt für juristische Beratung?

„Spätestens, wenn es konkret wird“, sagt Blazek.
Also: Vor dem Notartermin. Vor dem ersten Kundenvertrag. Vor dem ersten Investment.

Viele Kanzleien bieten heute Start-up-Pakete an, die erschwinglich und transparent sind – so auch BEMK. Außerdem fördern Programme wie INVEST oder EXIST Beratungsleistungen indirekt mit. Es lohnt sich also doppelt.

 Fazit von Daniel Blazek:

„Wer ohne rechtliche Beratung gründet, spart am falschen Ende. Gute Beratung verhindert Konflikte, schützt euer geistiges Eigentum – und macht euer Start-up attraktiv für Investoren.“

Tipp für deinen Start-up-Fahrplan:

✅ Lege rechtliche Grundlagen spätestens parallel zur Finanzierungsrunde oder Team-Erweiterung
✅ Dokumentiere alle Verträge & Vereinbarungen sauber
✅ Denke rechtzeitig an IP, Datenschutz, Markenrechte
✅ Lass dich bei Bedarf frühzeitig beraten – es ist günstiger als die Folgen eines Fehlers

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