16. September 2026

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Start-ups Europa

Hamburg investiert Millionen: Hammerbrooklyn-Pavillon soll zum Start-up-Zentrum werden

Hamburg investiert Millionen: Hammerbrooklyn-Pavillon soll zum Start-up-Zentrum werden

Hamburg will seiner Start-up-Szene eine zentrale Adresse geben und nimmt dafür viel Geld in die Hand. Über ein städtisches Unternehmen soll der Hammerbrooklyn-Pavillon in Hammerbrook erworben werden. Für Gebäude und Grundstück sind gut 40 Millionen Euro vorgesehen.

Auf rund 6.000 Quadratmetern Nutzfläche soll ein zentraler Standort entstehen, an dem Start-ups und weitere Akteure der Hamburger Innovationsszene zusammenkommen können.

Das Vorhaben ist allerdings nicht unumstritten. Vor allem der Kaufpreis und die Frage, ob das Konzept diesmal wirtschaftlich und dauerhaft funktioniert, beschäftigen die Opposition.

Vom Expo-Pavillon zum Hamburger Innovationszentrum

Schon die Geschichte des Gebäudes ist ungewöhnlich. Der markante Pavillon stammt ursprünglich von der Weltausstellung Expo in Mailand und wurde später nach Hamburg gebracht.

In Hammerbrook gab es bereits ambitionierte Pläne, daraus einen Treffpunkt für Start-ups und neue Arbeitsformen zu entwickeln. Hinter dem bisherigen Projekt stand eine private Initiative.

Um das Vorhaben war es zuletzt jedoch deutlich ruhiger geworden.

Nun greift die Stadt selbst ein und übernimmt das zentral gelegene Grundstück am Oberhafen-Quartier samt Pavillon vom bisherigen Investor.

Hamburg will Start-up-Szene an einem Ort bündeln

Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard sieht darin eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Hamburg.

Die Idee: Statt Gründer, Unternehmen und Innovationsprojekte über verschiedene Standorte zu verteilen, soll ein zentraler Anlaufpunkt geschaffen werden.

Ein solcher Standort könnte nicht nur Büro- und Veranstaltungsflächen bieten. Entscheidend wird sein, ob dort tatsächlich ein Netzwerk entsteht, das junge Unternehmen, etablierte Firmen, Investoren und andere Akteure zusammenbringt.

Die Lage in Hammerbrook dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Das Gelände befindet sich vergleichsweise zentral und in der Nähe des Großmarktes sowie des Oberhafens.

Mehr als 40 Millionen Euro werfen Fragen auf

Besonders aufmerksam dürfte jedoch der Kaufpreis verfolgt werden.

Gut 40 Millionen Euro sind für die Stadt ein erhebliches Investment. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, welchen wirtschaftlichen Wert Grundstück und Gebäude tatsächlich besitzen und welche weiteren Kosten nach dem Kauf entstehen.

Genau hier setzt die Kritik der CDU an. Die Opposition möchte unter anderem wissen, ob der angesetzte Wert des Gebäudes realistisch ist.

Dazu hat sie eine Kleine Anfrage an den Hamburger Senat gestellt.

Warum soll es im zweiten Anlauf funktionieren?

Eine weitere Frage betrifft das Konzept selbst.

Schließlich war der Hammerbrooklyn-Pavillon schon zuvor mit großen Erwartungen als Standort für Innovation und neue Arbeitswelten verbunden. Dass die Stadt nun selbst übernimmt, macht die Vorgeschichte besonders interessant.

Die Opposition fragt deshalb, warum das geplante Start-up-Zentrum diesmal erfolgreicher sein soll.

Für eine Beurteilung werden mehrere Punkte entscheidend sein: Wer nutzt die Flächen? Welche Mieteinnahmen sind vorgesehen? Welche laufenden Kosten entstehen? Und wie stark muss die Stadt den Betrieb langfristig finanziell unterstützen?

Die vorliegenden Angaben beantworten diese Fragen noch nicht.

Ein Immobilienkauf mit wirtschaftspolitischem Anspruch

Das Projekt ist damit mehr als ein gewöhnlicher Immobilienkauf.

Hamburg verbindet mit der Investition ein wirtschaftspolitisches Ziel: Die Stadt möchte ihre Position als Standort für junge und innovative Unternehmen stärken.

Ob daraus tatsächlich ein lebendiges Zentrum für die Start-up-Szene entsteht, dürfte allerdings weniger von der Architektur des ehemaligen Expo-Pavillons abhängen als von seinem späteren Nutzungskonzept.

Auch die finanzielle Seite wird deshalb genau beobachtet werden.

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